Arbeitsfähigkeit in Krisenzeiten
veröffentlicht am 18.05.2026
In den Beratungen unserer Caritasline zeigt sich seit einiger Zeit ein deutliches „Grundrauschen“ aus globalen Krisen wie Kriegen, Pandemiefolgen oder der Inflation. Diese äußeren Belastungen machen nicht vor der Bürotür halt. Sie führen oft zu einer kollektiven Verunsicherung, die die Überzeugung untergräbt, Herausforderungen aus eigener Kraft meistern zu können.
Selbstwirksamkeit als Anker
Um handlungsfähig zu bleiben, hilft eine realistische Eingrenzung des eigenen Einflussbereichs. Eine bewusste „News-Hygiene“ schont die mentalen Kapazitäten für die Dinge, die wir tatsächlich verändern können. Wer sich auf Aufgaben im direkten Zugriff konzentriert – ein abgeschlossener Vorgang, ein geklärtes Telefonat – erlebt Selbstwirksamkeit im Kleinen. Das sind wichtige Signale für das Gehirn: Ich kann etwas bewirken.
Sicherheit durch Klarheit
Gleichzeitig kann die Arbeitswelt als stabilisierender Rahmen dienen, der Orientierung bietet und nicht zusätzlich auszehrt. Führungskräfte tragen hierbei eine besondere Verantwortung, indem sie durch klare, erreichbare Ziele und eine verlässliche Kommunikation für Rückhalt sorgen. Wenn im Team zudem offen über wachsende Belastungen gesprochen wird, entlastet dies den Einzelnen und stärkt den Zusammenhalt.
Unterstützung für unsere Partner
Für die Beschäftigten und Führungskräfte unserer Partner steht in solchen fordernden Phasen ein besonderer Rückhalt bereit: Unsere Caritasline.
Als spezialisierte Mitarbeiterberatung (EAP) unterstützen wir Teams und Einzelpersonen dabei, die eigene psychische Widerstandskraft zu stärken und praktische Strategien für den Krisenalltag zu entwickeln. Denn nur wer sich im Kleinen wirksam fühlt, bleibt auch in großen Krisen handlungsfähig.
