Lesung: „Wo sind meine Olivenbäume“
veröffentlicht am 23.03.2026
Im Rahmen der Kooperationsveranstaltung zwischen dem Herzogenrather Bündnis gegen Rechtsextremismus der Volkshochschule Nordkreis Aachen sowie unserem Haus Christophorus durften sich interessierte Zuhörerinnen und Zuhörer am 18.03.2026 auf eine außergewöhnliche, bewegende und zugleich humorvolle Lesung in den Räumlichkeiten des Haus Christophorus freuen.
Außergewöhnlich deshalb, weil es keine Lesung im „klassischen Sinne“ wurde…
Über 120 Minuten lang hielt Renas Sido sein Publikum mit der Schilderung seiner ganz persönlichen Fluchtgeschichte gefangen – die Flucht eines jungen syrisch-kurdischen Mannes im Jahr 2011.
…Eine Geschichte, „die unter die Haut geht“ und von Beginn an deutlich macht, wie „privilegiert“ und unbeschwert wohl die meisten von uns in Deutschland und anderen westlichen Ländern aufwachsen durften.
…Eine Geschichte, die zudem „lehrreich“ ist und aufzeigt, welch verheerenden Einfluss totalitäre Diktaturen und Strukturen der Unterdrückung, Korruption und Willkür auf Kinder und junge Menschen nehmen können.
…Eine Geschichte „die innerlich zerreißt“, wenn Renas Sido von der unumgänglichen Trennung von seiner Familie erzählt, um einer Einberufung als Soldat und dem sicheren Tod zu entkommen.
…Aber auch eine Geschichte der „Hoffnung und Menschlichkeit“, die Mut macht und Zuversicht sät. Oder anders formuliert:
…Eine Geschichte die „erzählt werden und gehört werden muss!“
Und da sind sich der Autor und seine Zuhörerinnen und Zuhörer schnell einig: Dies wird nicht das letzte Mal gewesen sein!
Am Ende der „Lesung“ machten die vielen Fragen und Rückmeldungen aus dem Publikum deutlich, dass Renas Sido ein perfektes Beispiel dafür ist, das Menschlichkeit, persönliche Willensstärke und manches Mal ein wenig Glück dazu beitragen können, Brücken zu bauen. Brücken zwischen Menschen unterschiedlichster Herkunft, Hautfarbe und Religion.
