Ankommen im Feierabend

veröffentlicht am 07.09.2026

Die Gesundheit unserer Beschäftigen ist uns wichtig! Daher hat unser interner Arbeitszirkel „Betriebliches Gesundheitsmanagement“ für die nächsten Monate ein vielfältiges Programm entwickelt. Alle Kolleginnen und Kollegen dürfen sich Themen und Formate aussuchen, die sie interessieren und im Rahmen der Arbeitszeit daran teilnehmen.

Den Start der Veranstaltungsreihe machte ein Impulsvortrag zum Thema „Ankommen im Feierabend: Rituale zum Um- und Abschalten zwischen Arbeit und Zuhause“. Dabei wurden die Teilnehmenden zunächst gebeten, sich auf einer Skala von 0 – 10 zu stellen, um deutlich zu machen, wie leicht oder schwer es ihnen fällt, die Arbeit hinter sich zu lassen. Die Gründe für diese Selbsteinschätzung waren vielfältig und reichten von Termindruck, Mehrfachbelastungen im privaten und beruflichen Bereich, dem eigenen Anspruch und einem Verschwimmen der Grenzen durch die Digitalisierung. Aber auch innere Leitsätze wie „Erst die Arbeit, dann das Vergnügen“ können ein gesundes Abschalten im Feierabend behindern. Deutlich wurde, dass uns all das mitunter Stress bereitet, weshalb auch die Hintergründe zum Stresserleben und den Auswirkungen von zu viel Stress beleuchtet wurden.

„Wer sich keine Zeit für die Entspannung nimmt, wird sich Zeit für die Krankheit nehmen müssen.“ (unbekannt)

Um Ideen zu bekommen, wie man gut in den Feierabend gleiten kann, wurden Tipps gesammelt, mit denen die Teilnehmenden schon gute Erfahrungen gemacht haben. Hierzu gehörten u.a. Spazierengehen, Sport, Natur, in den Flow kommen zum Beispiel beim Malen oder Unkraut jäten, Musik hören oder der Austausch mit Freunden. Ergänzt wurden diese Ideen mit Hinweisen und konkreten Übungen aus der Forschung. Dazu gehörte auch diese Achtsamkeitsübung  „5-Finger-Atmung“:

„Legen Sie Ihren Zeigefinger der einen Hand an die Außenkante des kleinen Fingers der anderen Hand. Beim Einatmen fahren Sie mit dem Zeigefinger Ihren kleinen Finger ab bis zur Fingerspitze. Mit dem Ausatmen fahren Sie mit Ihrem Finger die Innenseite des kleinen Fingers wieder ab. Beim nächsten Einatmen fahren Sie die Außenseite des Ringfingers hoch bis zur Spitze. Und beim Ausatmen fahren Sie die Innenseite des Ringers wieder runter.
Fahren Sie so Ihre ganze Hand ab. Und dann wieder zurück vom Daumen bis zum kleinen Finger.“

Die Übung funktioniert so gut, weil sie mehrere Sinne simultan anspricht: sehen, fühlen (und zwar mit beiden Händen/Fingern) und gleichzeitig muss man noch auf
das Atmen achten. Das verlangt viel Aufmerksamkeit. Das Arbeitsgedächtnis kann aber nur eine bestimmte Anzahl von Informationen verarbeiten. Die vielen Eindrücke
lasten das Arbeitsgedächtnis stark aus. Im Idealfall so stark, dass die Sorgen und der Stress verschwinden. Und selbst wenn die Sorgen später wieder zurückkehren,
haben sie an emotionaler Kraft verloren. (Quelle: 5-Finger-Atmung – Die Techniker, abgerufen am 31.08.2026)

Das BGM-Programm hält noch bis August 2027 in jedem Monat weitere spannende Veranstaltungen bereit. Es wird beispielsweise um den Umgang mit Konflikten, die Förderung der Resilienz, gesunde Ernährung, Lachyoga oder Bewegungsimpulse und Lauftreffs gehen. Wir wünschen allen Kolleginnen und Kollegen viel Spaß und hilfreiche Erkenntnisse zur Umsetzung.

Laptop und Smart-TV, auf das der Vortrag projiziert wird
Melanie Kugelmeier

Ansprechpartnerin

Melanie Kugelmeier

Telefon: 0241-4778323

E-Mail: m.kugelmeier@caritas-aachen.de